Jagdhosen: So finden Sie die richtige Jagdhose

Jagdhosen sind so vielseitig, wie die Jagd selbst: Für jeden jagdlichen Zweck und jede Jagd-Anforderung existiert eine passende Jagdhose.

Das Angebot am Jagdbekleidungs-Markt ist riesig: Der Jäger kann zwischen natürlichen Materialien wie Leder und Baumwolle, oder synthetisch hergestellten Stoffen wählen. Bei letzteren reicht die Auswahl von einfachem Polyester bis hin zu stichfestem Kevlar, das ideale Sicherheit für die Sauenjagd verspricht.

Letztlich entscheiden jedoch Jagdeinsatz und Wetterbedingungen darüber, ob und wann eine Hose "die richtige" ist.

Die Revierhose: Das Arbeitstier unter den Jagdhosen

Für den jagdlichen Alltag und die regelmäßig anfallenden Arbeiten im Jagdrevier braucht jeder Jäger eine zuverlässige Arbeitshose.

Welche Eigenschaften zählen bei einer guten Alltags-Jagdhose?

Vorteilhaft bei einer Jagdhose für den alltäglichen Gebrauch ist eine wasserdichte Membrane – selbst, wenn es nicht regnet. Beim Durchgehen von feuchten Wiesen oder hohem Gras saugen normale Stoffhosen sonst schnell die Feuchtigkeit auf. Eine Membrane verhindert das.

Bei der Arbeit im Revier ist auch ein hohes Maß an Bewegungsfreiheit von Vorteil, deswegen sollte man auf einen gewissen Strechanteil achten. 

Zudem sollten stark beanspruchte Stellen wie Knie oder Beinabschluss verstärkt sein, damit die Hose Ihnen lange Freude bereitet. 

Die Pirschhose: Dem Wild aktiv nachstellen

Bei der Pirsch läuft der Jäger viel und zum Teil durch unwegsames Gelände. Hier spielt für den Kauf einer passenden Hose die Bewegungsfreiheit eine große Rolle: Ein dehnbares Material, das sich der Bewegung anpasst, erhöht den Tragekomfort.

Wichtig ist auch, dass das Material einer Pirschhose weich und geschmeidig ist, um unnötige Geräusche zu vermeiden. 

Manchmal hat der Jäger bei der Pirsch einiges an Jagdzubehör wie Locker, Entfernungsmesser und Munition dabei. Damit das alles sicher verstaut werden kann, sollte eine Jagdhose viele Hosentaschen und genügend Stauraum bieten.

Die Ansitzhose: Warten, warten und warten

Beim Ansitz muss der Jäger still und möglichst unauffällig sitzen – und das meist über einen langen Zeitraum hinweg. Eine Ansitzhose sollte daher warm, geräuscharm und komfortabel sein. Diese Eigenschaften garantieren Ihnen beim Ansitz auf Raubwild, Schwarzwild und Co Jagderfolg und Freude bei der Jagd.

Jeder Jäger wird es bestätigen: Nichts ist ärgerlicher, als wenn man endlich Wild erblickt und es durch ein Rascheln der Hose wieder vergrämt. Darum sollten Sie bei der Wahl der Hose darauf achten, dass sie möglichst lautlos ist. Gerade Fleece- oder Lodenhosen sind sehr leise und haben sich daher für den Ansitz bestens bewährt.

Eine Ansitzhose sollte außerdem warm sein. Da Sie sich kaum bewegen, kühlen Sie schneller aus. Für den Ansitz sollte die Jagdhose deswegen entsprechend der herrschenden Temperatur gefüttert sein. 

Durchgehhose oder Sauenschutzhose

Manchmal kommt es bei der Jagd hart auf hart. Da muss der Jäger sich durch dicke, dornenbehaftete Brombeersträucher kämpfen oder wehrhaftem Schwarzwild stellen.

Egal ob Nachsucheführer, Hundeführer oder einfach nur zum Eigenschutz:
Eine robuste und dornenfeste Jagdhose schadet nie. Wer schon einmal nähere Bekanntschaft mit einem Keiler gemacht hat, weiß ganz genau, warum.

Bei Durchgehhosen finden daher besonders robuste Materialien wie Cordura, Para-Amid oder Kevlar ihren Einsatz. Diese schützen nicht nur vor Dornen, sondern haben bereits mehrfach Leben gerettet und Angriffe von wehrhaftem Schwarzwild entschärft.