Während der Hirschbrunft ändern sich die Anforderungen an Bekleidung und Ausrüstung oft innerhalb weniger Stunden. Auf der Pirsch zählen leise Materialien, Bewegungsfreiheit und möglichst wenig unnötiges Gewicht. Beim längeren Beobachten oder Ansitz werden dagegen Wärmereserve, gute Optik und eine zuverlässige Schießauflage wichtig. Auch der Wind entscheidet darüber, ob der Anmarsch überhaupt funktioniert.
In dieser Kategorie finden Sie passende Ausrüstung für die Hirschjagd: Jagdbekleidung für Pirsch und Ansitz, Ferngläser und Bino Harnesses, Pirsch- und Zielstöcke, Hirschlocker sowie weiteres Zubehör für die Brunft. So stellen Sie Ihre Ausrüstung passend zu Revier, Jagdart und Witterung zusammen.
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Hirschbrunft: Ausrüstung für die Hirschjagd
Für die Hirschjagd während der Brunft braucht es keine überladene Ausrüstung, sondern die richtigen Dinge zur richtigen Zeit: geräuscharme Jagdbekleidung, ein gutes Fernglas, eine zuverlässige Schießauflage und vor allem einen Anmarsch, bei dem der Wind passt. Je nach Revier und Jagdart kommen Hirschruf, Tarnbekleidung und weiteres Zubehör hinzu.
Die Brunft des Rotwildes fällt in Mitteleuropa überwiegend in den September und Oktober. In dieser Zeit kann aus einer kurzen Pirsch schnell ein längeres Warten werden – und umgekehrt. Wer beim Angehen ins Schwitzen kommt und wenig später ruhig am Bestand oder auf dem Sitz verharren muss, braucht Bekleidung, die beides mitmacht.
- Geräuscharme Jagdbekleidung: Leise Obermaterialien, ausreichend Bewegungsfreiheit und mehrere aufeinander abgestimmte Schichten sind besonders dann praktisch, wenn sich Pirsch und Ansitz abwechseln.
- Fernglas: Gute Abbildungsqualität und Lichtleistung helfen beim Beobachten und sorgfältigen Ansprechen – gerade in der Morgen- und Abenddämmerung.
- Pirsch- oder Zielstock: Fehlt im Gelände eine feste Auflage, sorgt ein geeigneter Stock für deutlich mehr Ruhe im Anschlag.
- Windprüfer: Schwache und wechselnde Luftbewegungen sind damit leichter zu erkennen, bevor sie die Pirsch beenden.
- Hirschruf: Während der Brunft lassen sich Lautäußerungen des Rothirsches nachahmen. Der richtige Einsatz verlangt allerdings Erfahrung und ein gutes Gefühl für die jeweilige Situation.
Jagdbekleidung für die Hirschbrunft
Zur Hirschbrunft muss Bekleidung häufig zwei gegensätzliche Aufgaben erfüllen. Auf der Pirsch soll sie leise, bewegungsfreundlich und atmungsaktiv sein. Sobald Sie länger stehen oder sitzen, werden dagegen Wärmereserve sowie je nach Wetter Wind- und Nässeschutz wichtig.
Gerade beim Anmarsch bewährt es sich deshalb, die Bekleidung in mehreren Schichten zu tragen. Lieber etwas leichter losgehen und für längere Beobachtungs- oder Ansitzphasen eine zusätzliche wärmende Schicht im Rucksack dabeihaben, als bereits durchgeschwitzt am Brunftplatz anzukommen.
Bekleidung nach dem Zwiebelprinzip
- Erste Schicht: Funktions- oder Merinobekleidung hilft dabei, Feuchtigkeit vom Körper wegzuführen beziehungsweise aufzunehmen und unterstützt ein angenehmes Körperklima bei aktiver Pirsch.
- Wärmende Schicht: Fleece, Wolle oder andere isolierende Materialien sorgen bei Bedarf für zusätzliche Wärme und lassen sich schnell ergänzen oder ablegen.
- Äußere Schicht: Eine möglichst geräuscharme Jagdjacke schützt abhängig vom Modell vor Wind, Feuchtigkeit und Auskühlung.
- Jagdhose: Bewegungsfreiheit, passende Materialstärke und leise Oberstoffe sind besonders wichtig, wenn es durch Bestand, Unterholz oder steileres Gelände geht.
Achten Sie bei der Größe darauf, dass eine zusätzliche wärmende Schicht unter der Jacke Platz findet, ohne beim Gehen oder im Anschlag einzuengen. Passende Modelle für Jägerinnen finden Sie in unserer Damen-Jagdbekleidung.
Tarnung bei der Hirschjagd
Tarnbekleidung kann dabei helfen, die menschliche Kontur aufzulösen – besonders bei offener Pirsch oder dort, wo wenig natürliche Deckung vorhanden ist. Ein Tarnmuster ist aber kein Muss. Ruhige Bewegungen, passende Hintergrunddeckung und ein sauberer Anmarsch sind ebenso wichtig. Und wenn der Wind nicht passt, hilft auch die beste Tarnung wenig.
Fernglas und Optik für die Hirschjagd
Während der Brunft wird oft lange beobachtet, bevor überhaupt an einen Schuss zu denken ist. Ein gutes Fernglas gehört deshalb zur wichtigsten Ausrüstung für die Hirschjagd. Es hilft dabei, das Rotwild auf Distanz zu beobachten und sorgfältig anzusprechen, ohne unnötig nah herangehen zu müssen.
Gerade in der Morgen- und Abenddämmerung kommt es auf eine klare, kontrastreiche Abbildung und eine gute Lichtleistung an. Auf längeren Pirschgängen spielen zusätzlich Gewicht, Ergonomie und schneller Zugriff eine Rolle.
Ein 8x42 ist für viele Jagdsituationen ein vielseitiger Kompromiss aus Sehfeld, Gewicht und Leistung. Ein 10x42 bietet mehr Vergrößerung für weiter entferntes Wild, lässt sich freihändig aber etwas schwerer ruhig halten. Ein 8x56 ist größer und schwerer und wird wegen seiner großen Austrittspupille häufig für längeres Beobachten bei wenig Licht gewählt.
Wer viel pirscht, sollte nicht nur auf die optischen Daten schauen. Ein Bino Harness hält das Glas dicht am Körper, schützt es im Bewuchs und verhindert, dass es beim Gehen ständig gegen Brust oder Ausrüstung schlägt.
Pirschstock und Zielstock für einen stabilen Anschlag
Der Hirsch steht passend, aber Baum, Kanzel oder eine andere feste Auflage fehlen: Gerade auf der Pirsch muss der Anschlag oft aus dem Stand funktionieren. Ein Pirsch- oder Zielstock bringt hier deutlich mehr Ruhe in die Büchse und hilft, den Anschlag sauber aufzubauen.
Vierbeinige Zielstöcke bieten durch ihre Zweipunktauflage eine besonders stabile Unterstützung der Büchse. Zweibeine sind meist leichter und kompakter und lassen sich auf längeren Pirschgängen angenehm mitführen. Welche Bauart besser passt, hängt vor allem von Gelände, gewünschter Stabilität, Gewicht und persönlicher Handhabung ab.
Ein guter Zielstock sollte sich leise aufstellen lassen und im entscheidenden Moment ohne langes Überlegen funktionieren. Gerade deshalb lohnt es sich, den Umgang damit nicht erst auf der Jagd zu üben.
Wind prüfen und Hirschruf während der Brunft einsetzen
Wind bei der Pirsch kontrollieren
Dass der Wind bei der Jagd auf Rotwild stimmen muss, ist keine neue Erkenntnis. Tückisch sind vielmehr die kleinen Wechsel unterwegs: am Waldrand, auf Schneisen, an Hängen oder beim Übergang vom offenen Gelände in den Bestand. Ein Windprüfer zeigt auch schwache Luftbewegungen, die man selbst kaum wahrnimmt.
Prüfen Sie die Windrichtung deshalb nicht nur vor dem Angehen. Gerade bei längeren Pirschwegen kann sich die Situation mehrfach ändern.
Praxis-Tipp:
Planen Sie nach Möglichkeit schon vor dem Anmarsch eine Alternative ein. Dreht der Wind ungünstig, ist ein anderer Zugang oft die bessere Entscheidung, als die Pirsch auf Biegen und Brechen fortzusetzen.
Hirschruf für die Lockjagd
Das Rufen gehört zu den charakteristischen Jagdmethoden während der Hirschbrunft. Mit einem Hirschruf oder Hirschlocker lassen sich verschiedene Lautäußerungen des Rothirsches nachahmen.
Ein Hirschruf ist allerdings kein Knopf, auf den man drückt und der Hirsch kommt. Entscheidend sind die jeweilige Brunftsituation, Entfernung, Wind und vor allem die Reaktion des Wildes. Wer mit dem Ruf arbeitet, sollte deshalb zunächst zuhören und beobachten, statt jeden Hirsch sofort anzurufen.
Für Einsteiger lohnt es sich, die unterschiedlichen Rufe zunächst kennenzulernen und ihre Wirkung in verschiedenen Situationen zu verstehen. Erfahrung und Zurückhaltung sind beim Hirschrufen meist wertvoller als Lautstärke.
Ausrüstung für die Hirschbrunft passend zusammenstellen
Ob leichte Bekleidung für eine längere Pirsch, eine zusätzliche wärmende Schicht für den Ansitz, das passende Fernglas oder ein stabiler Zielstock: Die richtige Ausrüstung hängt immer davon ab, wie und wo Sie während der Hirschbrunft jagen.
Sie sind bei der Auswahl unsicher? Unser KI-Jagdberater unterstützt Sie bei der Zusammenstellung. Persönlich beraten wir Sie ebenfalls gerne – telefonisch unter (08271) 4246750, per E-Mail an service@pirschershop.de oder vor Ort in unserem Jagdgeschäft in Genderkingen.
Häufige Fragen zur Hirschbrunft und Hirschjagd
Die Brunft des Rotwildes fällt in Mitteleuropa überwiegend in den September und Oktober. Der genaue Beginn und Verlauf unterscheiden sich unter anderem nach Region, Höhenlage und den Bedingungen im jeweiligen Revier. Für die Jagd ist deshalb die tatsächliche Aktivität vor Ort wichtiger als ein festes Kalenderdatum.
Zur grundlegenden Ausrüstung gehören geräuscharme und anpassbare Jagdbekleidung, ein gutes Fernglas und besonders bei der Pirsch eine geeignete Schießauflage wie ein Pirsch- oder Zielstock. Ein Windprüfer hilft dabei, den Anmarsch und die weitere Pirsch an die tatsächliche Windrichtung anzupassen. Je nach Jagdart und Erfahrung können zusätzlich Tarnbekleidung und ein Hirschruf sinnvoll sein.
Für die aktive Pirsch eignen sich vor allem geräuscharme, atmungsaktive und bewegungsfreundliche Materialien. Bei längerem Ansitz werden zusätzlich Wärme- und Wetterschutz wichtig. Mehrere aufeinander abgestimmte Schichten lassen sich flexibel an Bewegung, Temperatur und Witterung anpassen.
Für viele Jagdsituationen ist ein 8x42 ein guter Allrounder. Ein 10x42 bietet eine höhere Vergrößerung für größere Beobachtungsdistanzen, während ein 8x56 durch seine Baugröße und große Austrittspupille häufig für den Ansitz und längeres Beobachten bei wenig Licht gewählt wird. Entscheidend sind neben Vergrößerung und Objektivdurchmesser vor allem Abbildungsqualität, Lichtleistung, Gewicht und persönliche Handhabung.
Ein Vierbein bietet durch seine Zweipunktauflage eine besonders stabile Unterstützung der Büchse und eignet sich, wenn ein möglichst ruhiger Anschlag im Stehen gefragt ist. Zweibeine sind meist leichter und kompakter und damit auf längeren Pirschgängen angenehm zu führen. Welche Variante besser passt, hängt von Gelände, gewünschter Stabilität, Gewicht und persönlicher Handhabung ab.
Mit einem Hirschruf lassen sich Lautäußerungen des Rothirsches während der Brunft nachahmen. Damit kann auf das aktuelle Brunftgeschehen und das Verhalten eines Hirsches reagiert werden. Der situationsgerechte Einsatz verlangt jedoch Erfahrung: Wind, Entfernung, Brunftaktivität und die Reaktion des Wildes sollten immer berücksichtigt werden.
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